Mit einem Vorsorgevertrag vorausplanen

Immer mehr Menschen in der Schweiz entscheiden sich für die Organisation ihres eigenen Begräbnises. 10 bis 15% der Todesfälle waren bereits zu Lebzeiten der betreffenden Person durch abgeschlossene Vorsorgeverträge abgesichert. Der Grundsatz besteht darin, die Familien im Todeszeitpunkt sowohl verwaltungstechnisch als auch finanziell zu entlasten, indem der Ablauf der verschiedenen Phasen von der Feststellung des Todes bis zur eventuellen Grabsteinlegung stufenweise geregelt und sämtliche Kosten für die Beisetzung, Verwaltungsgebühren, im Voraus bezahlt werden.

Während in einigen Ländern, wie Frankreich, eine Vielzahl von Akteuren, insbesondere die grossen Versicherer, das Phänomen in den Griff bekommen haben, gibt es in der Schweiz keine solche Option. Ein Versicherer der Firma Axa bestätigt uns, dass «das einzige Angebot, das zusammenpassen könnte, die Todes- oder die Lebensversicherung ist. Aber im Falle einer Nachfolge kann die Freisetzung des Kapitals Zeit nehmen und nicht für die Beerdigung zur Verfügung stehen. “ Selbst bei Generali und Helvetia, wo von einer ein-monatigen Frist die Rede ist, ist dies auch zu lang. Abgesehen davon, dass die Lebens- und Todesversicherung, die sich auf die blosse Einzahlung eines Kapitals beschränkt, in keiner Weise die Wahlmöglichkeiten klar macht, die Formalitäten nicht vorausplant und den Ablauf des Prozesses nicht regelt.

Angesichts der Notwendigkeit, die verschiedenen Angebote transparent und übersichtlich vergleichen zu können, lädt Everlife. ch dazu ein, in einem Online-Formular bis zu 20 Auswahlmöglichkeiten – einschliesslich Zeremonie (oder nicht), Beichte, Texte, Riten, Stellungnahmen, Beerdigung oder Einäscherung. . . – umfassend zu informieren, um innerhalb von 24 Stunden vier Angebote in einem standardisierten Format zu erhalten. Die Everlife . ch-Plattform zeigt auch, wie das eingezahlte Kapital erhalten wird.

 

Die heikle Frage der Sicherung von Geldern

Dieser Punkt ist besonders heikel angesichts der Zeitspanne zwischen Vertragsabschluss und Vertragserfüllung. In der Verordnung des Kantons Waadt sieht der Kanton Waadt vor, dass «die Bestattungsunternehmen, die den Abschluss von Bestattungsverträgen anbieten, verpflichtet sind, bei Einstellung der Tätigkeit die vereinbarten Leistungen zu gewährleisten oder, falls dies nicht der Fall ist, die volle Rückerstattung der im Voraus für diese Leistungen gezahlten Beträge zu gewährleisten. » Der Kanton Wallis sieht auch eine entsprechende Klausel vor.

Ein Gebot des gesunden Menschenverstandes, das allerdings noch präzisiert werden muss, erklärt Fabrice Carrel, Mitbegründer von Everlife: «Wo der Kanton sich die Mühe macht, sich mit der Frage zu befassen, ist zwar das Ziel vorgegeben, aber die Modalitäten der Kapitalerhaltung sind nicht klar festgelegt. Die Idee ist, dass der Unterzeichnender genau weiss, wohin das Geld geht, das er anlegen wird. Zu den Möglichkeiten gehören ein Einzelkonto oder die Eröffnung eines Vorsorgekontos. »

Für die Bestattungsunternehmen, die Partner der Plattform sind, die nicht selbst die Mittelverwaltung übernehmen wollen, wurde eine eigenständige Struktur der Everlife Vorsorge AG geschaffen, um dem Kunden die erforderliche Sicherheit zu bieten. Das Ziel der Gründer Fabrice Carrel und Christopher Englund ist es, die Vorsorge zu demokratisieren, indem sie sie möglichst vielen zugänglich machen: «Die Auszahlung erfolgt in der Regel nicht mehr als fünffacher Raten bis zu 2000 Franken, die manchmal schwer zu tragen sind. Wir eröffnen die Möglichkeit einer Staffelung über 25 Jahre, die es ermöglicht, für 30 Franken pro Monat seiner Familie zum Zeitpunkt des Todes eine Gelassenheit und Entlastung zu bieten».

 

 


 

Publiziert
24 Februar 2020
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