Was ist eine Todesanzeige?

Eine Todesanzeige oder ein Totenbescheid ist ein kurzer Text, der in Printmedien oder digitalen Medien veröffentlicht wird und dazu dient, den Tod eines nahestehenden Angehörigen anzukündigen. Auch wenn es nach den Bestattungsgesetzen nicht obligatorisch ist, so ist es doch traditionell und wird häufig verwendet. Im Gegensatz zu einem «Bemerkungsschreiben» mit dem Ziel, Familie und Angehörige durch Bekanntgabe von Datum und Ort der Beerdigung zu warnen, hat eine Leichenanzeige eine öffentliche Bedeutung. Meistens werden diese Formalitäten im Leistungsspektrum des Bestattungsinstitutes angeboten

wie verfasst man eine Todesanzeige?

Eine Todesanzeige muss bestimmten inhaltlichen Vorschriften entsprechen. Er muss Folgendes enthalten:

  • Angaben zu Angehörigen, die den Todesfall melden,
  • Angaben über die verstorbene Person,
  • Informationen über die Trauerfeier,
  • Und vielleicht die Kontaktdaten der Verwandten, denen man sein Beileid aussprechen kann.

 

Es muss auch einige Gestaltungs- grundlegenden befolgen:

  • Nachnamen werden in Grossbuchstaben geschrieben.
  • Der Name des Verstorbenen ist zentriert und in einem Textteil geschrieben, der wichtiger ist als der Rest der Todesanzeige.
  • Die Aufzählung der Angehörigen erfolgt in mehreren Zeilen.
  • Der erste Teil betrifft die Verwandtschaftsbeziehung, der zweite die Vor- und Nachnamen des Verwandten und des Ehegatten, der dritte die Vor- und Nachnamen der Kinder.
  • Wenn ein Verstorbener in der Todesanzeige erwähnt wird, ist es gepflegt, vor seinem Namen ein Kreuz einzufügen.

Die Aufzählung der Angehörigen, die den Tod melden, stellt den ersten Teil einer Todesanzeige dar und erfolgt in der Regel entsprechend der Verwandtschaft mit dem Verstorbenen. Zunächst findet man die Vor- und Nachnamen des Ehegatten, dann die der Kinder, Enkel und ihrer Ehegatten, dann die der Geschwister und ihrer Kinder und schliesslich die der Eltern. In einigen Leichenschildern findet man häufig die Namen von entfernteren Familienmitgliedern, Kollegen oder Freunden.

Diese Aufzählung schliesst sich ein einleitender Satz an, wobei die gebräuchlichsten Formulierungen lau­fen: „. . . tief betrübt sind, Ihnen mitzuteilen, dass …  verstorben ist» oder „. . . tief betrübt sind, Ihnen mitzuteilen, dass … uns verlassen habt. » Im zweiten Teil der Todesanzeige werden die Vor- und Vornamen (und bei verheirateten Frauen der Mädchenname), das Todesdatum und das Alter des Verstorbenen genannt. Manchmal enthält der Totenbrief den Beruf, den liebevollen Spitznamen, die Titel oder Dienstgrade des Verstorbenen.

Der dritte Teil des Bestattungsbescheides enthält Informationen über Ort und Durchführung der Trauerfeier oder, nüchterner, die Angabe «Die Bestattung fand in familiärer Privatsphäre statt», wenn der Bestattungsbescheide nach der Trauerfeier veröffentlicht wird. Einige Familien entscheiden sich dafür, ihren Willen zu bekunden, wie z. B. «Ein Register wird die Beileidsbekundungen ersetzen» oder «keine Blumen. »

Die Todesanzeige kann auf unterschiedliche Weise abgeschlossen werden. Einige Familien entscheiden sich dafür, dem Personal des Altersheimes, den Pflegern oder generell allen Personen zu danken, die den Verstorbenen in den letzten Augenblicken begleitet haben. Nicht selten findet man auch Spendenaufrufe für Vereine, die dem Verstorbenen am Herzen lagen (Tierschutz, Freizeitverein) oder für andere Organisationen. Manchmal werden auch die Kontaktdaten der Familie angegeben, um ihr Beileid zu bekunden. Es ist auch gepflegt, in der Todesanzeige ein mehr oder weniger langes Epitaph einzufügen, entweder in der Einleitung oder am Ende des Textes. Hat die Familie nicht geplant, eine Todesmeldung zu versenden, so endet die Todesmeldung mit dem Satz: «Diese Mitteilung gilt als Todesmeldung. »

Wo und wie kann man eine Todesanzeige veröffentlichen?

Auch wenn ein Totenbescheid nach der Trauerfeier veröffentlicht werden kann, ist es ratsam, dies zwei oder drei Tage vor der Trauerfeier zu tun, um den Verwandten und Freunden Zeit zu geben, ihre Vorbereitungen zu treffen. Generell wird ein Leichenbund meist im Nachruf einer Tageszeitung veröffentlicht, unabhängig davon, ob es sich um eine physische oder digitale Tageszeitung handelt. Zwischen der Vorlage und der Validierung eines solchen Gutachtens liegen durchschnittlich 12 Stunden. Die meisten Bestattungsstellen bieten an, die Veröffentlichung zu übernehmen, um die Familien von dieser Aufgabe zu entlasten. Der Preis für eine solche Leistung liegt durchschnittlich zwischen 500 und 1000 CHF, je nachdem, ob die Todesanzeige in der lokalen oder überstaatlichen Presse veröffentlicht wird.

Angesichts der Entwicklung des Internets und seiner vorherrschenden Stellung auf dem Bestattungsmarkt bieten viele Websites die Online-Verfügung einer Todesmeldung zu einem symbolischeren Preis von etwa 100 CHF an. Da digitale Inhalte leicht zugänglich sind, veröffentlichen Plattformen täglich neue Todesanzeigen und machen so die Inhalte für eine möglichst grosse Zahl sichtbar. Online-Kondolenzregister finden ebenfalls grossen Anlass und ermöglichen sogar Angehörigen, die nicht zur Zeremonie kommen konnten, eine letzte Ehre für den Verstorbenen.

Publiziert
5 September 2020
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