Wer kümmert sich um die Rückführung einer Leiche?

Die Rückführung einer Leiche ist ein Verfahren, bei dem ein Verstorbener zum Ort der Einäscherung oder Bestattung geführt wird. Der Tod kann während eines Urlaubs, während einer Geschäftsreise oder eines Ausländers eintreten, der sich in seinem Heimatland ausruhen möchte. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Todesfall ausserhalb der Schweiz eintritt und die Familie die Leiche zurückbringen möchte. Dies ist zwar ein ziemlich allgemeines Vorgehen, doch können unterschiedliche Verwaltungsformalitäten das Verfahren komplizieren.

Todesfall im Ausland

Um eine Leiche rückzuführen, ist der erste Schritt, die lokalen Behörden zu benachrichtigen, um den Tod feststellen zu lassen und eine Bescheinigung zu erhalten. Wenn die Familie zu diesem Zeitpunkt anwesend ist, kann es schwierig sein, die Sprachbarriere und die Unkenntnis der lokalen Rechtsvorschriften zu bewältigen. Bei echten Schwierigkeiten ist es daher dringend ratsam, sich umgehend mit der Schweizer Botschaft oder dem Konsulat in Verbindung zu setzen. Das Personal vor Ort wird da sein, um die Familien bei allen Schritten zur Rückführung der Leiche zu unterstützen. Da jedoch die meisten europäischen Länder das Berliner Abkommen unterzeichnet haben, erfordert die Rückführung eines Leichnams in der Regel nicht die Einschaltung des Konsulats und erfolgt in direkter Zusammenarbeit mit den Bestattungsbestattungsstellen.

Ist die Familie zum Zeitpunkt des Todes nicht anwesend, wird sie vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten informiert, das dann für die Beschaffung der Sterbeurkunde und eine Liste der Bestattungsadressen sorgen kann. Vor jeder Rückführung muss die Identität des Verstorbenen bestätigt werden, und dazu verlangen die örtlichen Behörden in den meisten Fällen von der Familie eine optische Erkennung der Leiche. Auch wenn diese Prozedur für die Angehörigen eine ansteckende Zeit bleibt, ist sie für den Transport der Leiche unerlässlich. Manchmal erfolgt die Identifikation des Verstorbenen eher über DNA-Proben

 

Die Rückführung einer Leiche

Gemäss dem Internationalen Übereinkommen über die Beförderung von Leichen muss der Verstorbene in einem luftdichten Metallsarg transportiert, kaltgeschweisst und vor einem Vertreter der örtlichen Behörden baumbestattet werden. Der Transport wird dann dem Bestattungsinstitut anvertraut, das die Rückführung der Leiche an seinen Bestimmungsort in die Schuhe schiebt. Sie kann auf dem Land-, See- oder Luftweg erfolgen. Eine Familie kann keine Leiche aus eigener Kraft zurückbringen. Es ist zu beachten, dass einige Fluggesellschaften verlangen, dass Körperpflege durchgeführt werden. Dei Asche kann auch im Land besteuert werden, wenn die zurückzulegende Entfernung relativ gross ist.

Aus Kostengründen, wenn die Umstände dafür nicht geeignet sind oder um Unfälle zu vermeiden, ist es auch möglich, auf die Überführung einer Leiche zu verzichten und die Beerdigung an Ort und Stelle durchzuführen. Es muss jedoch mit dem letzten Willen des Verstorbenen vereinbar sein. Einige Familien ziehen es vor, eine Einäscherung vor Ort durchzuführen und die Bestattungsurne zurück zu bringen. Zwar ist der Transport einer Urne weniger streng als der eines Sarg, da er nicht den Vorschriften des Berliner Abkommens unterliegt, doch sind noch einige Vorschriften zu beachten:

  • Die Bestattungsurne muss mit Würde und Respekt behandelt werden.
  • Sie sollte nicht wie ein einfaches Paket auf dem Postweg verreisen.
  • Die Bestattungsurne muss versiegelt und stabil genug sein, um einen Transport zu verkraften.
  • In den meisten Ländern ist eine Genehmigung für den Transport von Urnen erforderlich, die von den örtlichen Behörden ausgestellt wird.

Einige Fluggesellschaften akzeptieren die Beförderung der Urne in der Kabine, andere dulden sie nur im Frachtraum. Bevor Sie sich auf die Reise begeben, sollten Sie sich über die Bedingungen informieren, die für jede Fluggesellschaft gelten.

Eine Leiche zurückführen: Wer zahlt?

Eine Leiche zu überführen, hat seinen Preis. Und in der Regel ist es selten, für weniger als 1800 Franken auszukommen. Der Preis hängt natürlich von der zurückzulegenden Entfernung und dem Transportmittel ab. Der Luftweg ist nach wie vor die teuerste, aber für grosse Entfernungen unumgänglich. Der Landweg kann auch dann beschwerlich sein, wenn der Bestimmungsort mehr als 100 km beträgt. Die Beförderung von Leichen auf dem Seeweg ist zwar nicht sehr oft ge­nutzt, kann aber ein guter Kompromiss sein, wenn der Ort, an den man gelangen möchte, über einen Seeweg verfügt. Die Rückführung einer Leiche kann übernommen werden von

  • Reiseversicherung, wenn der Verstorbene vor der Abreise eine Versicherung abgeschlossen hat.
  • Dem Testament, wenn es eine Rückführungsklausel enthält.
  • Einige Wohlfahrtsverbände.
  • Die Familie, wenn niemand anders für die Rückführung sorgen kann.

Auch wenn die Reiseversicherung von Touristen oft als freiwillig angesehen wird, ist es dringend ratsam, eine solche abzuschliessen, was übrigens auch in den Empfehlungen des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten enthalten ist. Niemand ist vor einem Todesfall an seinem Urlaubsort abgesichert, und die Formalitäten für die Rückführung einer Leiche sind alles andere als ein Vergnügen. Bei finanziellen Schwierigkeiten bei der Finanzierung der Rückführung der Leiche kann die Bank, bei der sich die Konten des Verstorbenen befinden, gegebenenfalls einen entsprechenden Betrag freigeben.

Publiziert
10 September 2020
Angebote einholen
Planen Sie Ihre Bestattung voraus
Planen Sie die Bestattung eines Angehörigen