Sogar der Tot hat einen Preis

Es ist schwierig, die Beerdigungskosten auch nur annähernd zu schätzen, wenn man noch nie mit dieser Situation konfrontiert war. Die Thematik ist heute noch tabu, und es ist schwierig, einen trauernden Freund zu fragen, wie viel er für die Beerdigung seines Liebsten bezhalen musste. Doch unbewusst, wie wir alle wissen, ist der Preis des Todes nicht nur emotional beziffert, sondern auch eine wirklich unwillkommene, aber notwendige Ausgabe, um den letzten Willen eines Verstorbenen zu respektieren.

Der Preis eine Bestattung

In der Schweiz hängt der Preis der Beerdigung natürlich von der Wahl der Bestattungsleistungen ab, aber auch vom Kanton, in dem sie stattfindet. Die Stadt Genf hat seit 1866 ein öffentliches Bestattungsinstitut, das für die Bewohner übernimmt:

  • Baumbestattung und Abheben der Leiche,
  • die Anmietung der Leichenkammer,
  • die Zeremonie (Beerdigung oder Einäscherung).

Dieser Dienst wurde auf Wunsch arme Familien geboren, die angesichts des Preises des Todes nicht in der Lage waren, ihren Angehörigen ein würdiges Begräbniss zu bieten. Damals bot das öffentliche Bestattungsinstitut in Genf Beerdigungen zu einem moderaten Preis an. Dieser Dienst, der 1876 kostenlos wurde, wird auch heute noch angeboten und ermöglicht all jenen, für die der Preis des Todes eine zu grosse Last ist, in Frieden zu ruhen. Ihre Leistungen sind jedoch nach wie vor begrenzt, weshalb sich die meisten an private Bestattungsunternehmen wenden. Wenn der durchschnittliche Preis für eine Bestattung zwischen 5’200 und 8’100 CHF liegt, ist der Preis für eine Einäscherung ebenfalls eine hohe Belastung, zwischen 3’800 und 5’400 CHF. Angesichts eines solchen Preises, und zu wissen, dass der Tarif der Leistungen kann von 60% variieren je nach Unternehmen, ist heute Normal die verschiedenen Angebote mit einem Bestattungsvergleichsdienst zu vergleichen und so damit Geld zu sparen.

Die Bedeutung des Abschlusses eines Vorsorgevertrags

Der Vorsorgevertrag oder das Testament ermöglicht es, seine Beerdigung vorzubereiten und die Angehörigen von den Kosten des Todes zu entlasten. Ein Bestattungsberater fährt nach Hause, um die Vorkehrungen für den Todesfall zu notieren und regelt mit dem Unterzeichneten Fragen wie die Wahl des Bestattungsmodus, den Sarg, die Urne, die Trauerzeremonie und alle für die Organisation der Beerdigung notwendigen Punkte.

Der Vorsorgevertrag ermöglicht

  • die Modalitäten seiner Beerdigung zu wählen,
  • die Bestattungsgebühren zu blockieren,
  • die Kosten im Voraus zu begleichen.

Das bedeutet, dass der Preis des Todes, selbst wenn der Tod erst nach mehreren Jahren eintritt, unverändert bleibt. Wenn die Beerdigungsrechnung beglichen ist, braucht die Familie keine Zuschläge mehr zu zahlen, ausser für Dienstleistungen Dritter, deren Preise nach oben korrigiert werden können: die Veröffentlichung einer todesanzeige, der Leichenschmaus oder die verschiedenen Steuern.

Auch die Beträge, die für eine Beerdigung  bezahlt werden gesichert. Die Bestattungsunternehmen sind nämlich eng mit einem unabhängigen Garantiefonds verbunden, der die Stelle übernimmt, wenn das Unternehmen die Bestattung nicht gewährleisten kann. Für Personen, die nicht in der Lage sind, die Kosten eines Vorsorgevertrags selbst zu finanzieren, bieten die meisten Träger eine vorteilhafte Ratenzahlung an.

Zusatzkosten treiben den Preis des Todes in die Höhe

Wenn der Preis für einen Sarg mit 1’000 CHF zu rechnen ist, hängt der Preis des Todes auch von allen Zusatzleistungen und Zubehörkäufen ab. Eine Blumendekoration kann schnell 300 CHF erreichen, der Leichenbund, obwohl optional, kostet ca. 500 CHF. Eine grundlegende Urne kostet vielleicht 50 CHF, aber ein Modell mit mehr Seele erreicht schnell 400 CHF. Während der Zeremonie werden in einigen Räumen die Ausstrahlung der Musik und sogar die Benutzung des Türschirms in Rechnung gestellt. Ausserdem, wie kann man eine Beerdigung ohne ein Essen vorzustellen, um die Gäste in guter Erinnerung an den verstorbenen Verwandten zu versammeln? Auch hier sind es fast 800 CHF. Aber der Preis des Todes variiert auch je nach dem gewählten Ort der Sammlung. Während sich immer mehr Schweizer für die Einäscherung entscheiden, dass 50% der Asche in einem Erinnerungsgarten und 20% in der Natur verstreut werden, bleiben immer noch 30% der Urnen auf einem Friedhof.

Das Ausbreitem der Asche ist in den meisten Fällen kostenlos, aber wenn es um Bestattung geht, ist das eine ganz andere Sache. Wenn nämlich eine Urne auf einem Friedhof beerdigt wird, müssen in den meisten Fällen Eintrittsgebühren, aber auch die Anmietung der Kolumbarium-Nische oder die Konzession eines Aschengrabes bezahlt werden.
Während die Gewährung eines Begräbnis- oder Grabmal an die Linie ist in der Regel kostenlos für die Bewohner einer Gemeinde, ist die Miete einer Konzession kostenpflichtig. Das gleiche gilt, wenn Sie einen Stellplatz reservieren oder verlängern möchten. Der Preis des Todes ist auch die Verlegung eines Begräbnis- oder kinerativen Denkmals, dessen Kosten zwischen 1’400 und mehr als 8’000 CHF für die von berühmten Marmorern entworfenen Stelen liegen können. Sicherlich gibt es keine Verpflichtung, ein solches Denkmal zu setzen. Epitaphien, Gravuren und andere Phantasien stehen der Familie zur freien Verfügung, aber wenn man einen Ort der Andacht sucht, der diesen Namen verdient und dem Verstorbenen Ehre macht, dann ist der Preis des Todes im Umschlag spürbar.

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Publiziert
3 September 2020
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