Was ist eine Bestattung?

«Bestattung» ist der Begriff, der alle Bestattungsriten umfasst, die nach einem Todesfall gemacht werden. Etymologisch ist das Wort «Beerdigung» aus der Kreuzung des lateinischen Wortes exsequia, was «Beerdigung, Konvoi» und obsequia bedeutet. Im Mittelalter wurde das Wort «Beerdigung» sowohl für männliche als auch für weibliche verwendet. Erst im 16. Jahrhundert setzt sich der weibliche Plural durch, so dass heute «Beerdigung» immer noch im Plural verwendet wird. Der Begriff «Beerdigung» wird auch im Vokabular der Bestattungsleute häufig verwendet. Obwohl beide Begriffe manchmal als Synonyme angesehen werden, wird «Beisetzung» häufiger verwendet, wenn es um die Trauerzeremonie oder den Konvoi geht, während «Beerdigung» eher verwendet wird, wenn es darum geht, die Grösse der Feierlichkeiten hervorzuheben oder wenn man den Tod einer öffentlichen Person ins Spiel bringt.

Die Geschichte der Bestattung

Schon sehr früh in der Geschichte hat der Mensch den Begräbnisriten und der Ruhe der Verstorbenen grosse Bedeutung gegeben. Davon zeugen die im Nahen Osten im Jahr – 100 000 vor der Zeit. J-C. Schon zu dieser Zeit wurden Zeremonien durchgeführt und die Verstorbenen wurden begraben, manchmal mit persönlichen Gegenständen. Mit der Sesshaftung des Menschen entstanden die ersten Nekropolen und es wurden sogar Grabdenkmäler errichtet. Aber man muss bis ins alte Ägypten warten, um Rituale zu beobachten, die denen ähneln, die heute bei Beerdigungsfeiern gefeiert werden. In dieser Zeit entstand die Einbalsamierung, die heute von Thanatopraktoren praktiziert wird. Während der Trauerfeier betete ein Priester das Totenbuch, und der Verstorbene war in sein Grab hinabgestiegen. Die Angehörigen versammelten sich dann, um das Gedenken an den verstorbenen Angehörigen bei einer Mahlzeit zu feiern. Bei den Griechen und Römern war die Bestattung eher dem kleinen Volk vorbehalten und die Einäscherung den reichen Verstorbenen. Die sterblichen Überreste wurden von einer Prozession zum Begräbnisort begleitet. Wenn die Hegemonie der katholischen Kirche die Bestattung der Gläubigen wieder auferlegt, so war es erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts, dass die Einäscherung wurde wieder praktiziert. Doch trotz der Entwicklung der Bestattungsmethoden haben sich die Bestattungsriten in den vergangenen Jahrtausenden kaum verändert.

Die Bestattungen heute

Wenn das Verhältnis zum Tod nicht mehr das gleiche ist wie vor einigen hundert Jahren, und man nun zwischen Einäscherung und Beerdigung wählen kann, so verlaufen heute die Beerdigung ähnlich. Hat der Verstorbene seinen letzten Willen nicht aufgezeichnet und keinen Vorsorgevertrag geschlossen, so obliegt es der Familie, die Beerdigung zu organisieren. Sobald die Sterbeurkunde ausgestellt ist, wendet sich die Familie an das Bestattungsinstitut, das folgende Dinge in die Hand nehmen wird:

  • die administrativen Schritte beim Standesamt und bei der Gemeinde zu unternehmen,
  • die Festlegung des Termins für die Beerdigung,
  • die Verbindung zwischen den verschiedenen Akteure herzustellen: Florist, Offizier, Chauffeur, aber auch die Verwaltung des Friedhofs oder Krematoriums usw.
  • die Bekanntgabe des Todes und der Beerdigung durch Veröffentlichung eines Totenbescheids im Internet oder in der lokalen Presse.

In enger Zusammenarbeit mit dem Bestattungsberater wählt die Familie den Sarg, die Urne, die Art der gewünschten Zeremonie usw. aus. Zu beachten ist, dass es zwei Arten von Zeremonien gibt: die weltliche Beerdigung und die religiöse Beerdigung. Auch wenn die Einäscherung nach wie vor die bevorzugte Bestattungsart der Schweizer ist, werden die Bestattungsleute regelmässig dazu gebracht, den ordnungsgemässen Ablauf der religiösen Riten von der Baumbestattung bis zum Begräbnis zu überwachen. Und die Trauerzeremonie bleibt ein wichtiger Bestandteil der Trauerfeier, da es einerseits darum geht, dem Verstorbenen die Ehre zu erweisen und andererseits den Prozess der Trauer einzuleiten. Auch wenn die Beerdigung alle unterschiedlich ist, werden einige Dinge bei Trauerfeiern häufig wiedergegeben:

 

  • Trauerreden, die von Angehörigen ausgesprochen oder vorgelesen werden,
  • eine Zeit der Versammlung vor dem Sarg des Verstorbenen,
  • Verbreitung von Musik oder Erinnerungsfotos

Was ist nach der Bestattung zu tun?

Nach der Begräbnisfeier ist es Tradition, ein Beisamensitz zu veranstalten, um die Angehörigen und die Familie zu einem geselligen Moment zusammenzubringen und gleichzeitig das Gedenken an den Verstorbenen zu feiern. Beim Leichenschmaus wir etwas zum Essen serviert, das auch die Form einer Mahlzeit annehmen kann. Dieser Schritt ist zwar nicht obligatorisch, wird aber dringend empfohlen, und sei es auch nur, um den Angehörigen, die manchmal von weit her gekommen sind, dafür zu danken, dass sie die Reise unternommen haben, sondern auch um dem Verstorbenen zu ehren. Es ist auch ein Weg, um im Trauerprozess voranzukommen und es leichter zu tragen.

Es kommt auch vor, dass die Familie über eine spezielle Plattform ein Beileidsregister ins Netz erstellt. Das Beileidsregister ermöglicht es denen, die nicht anreisen konnten, ein paar Worte, einen Gedanken  an den Verstorbenen zu richten. Wenn sie nicht obligatorisch ist, wird die Dankeskarte von den Familien als Dankeschön für die Anwesenheit der Gäste begrüsst. Das Bestattungsinstitut kann sie Schreiben, den Druck und den Versand übernehmen.

Kategorie
Bestattung
Publiziert
11 September 2020
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