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Was ist ein Garten der Erinnerung?

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Was ist ein Garten der Erinnerung?

Das Bestattungswesen ist stets im Wandel. Manchmal gibt es komplett neue Innovationen, wie zum Beispiel die Humusierung. Manchmal werden aber auch einfach nur bestehende Traditionen genommen und weiterentwickelt. So ist es auch beim Garten der Erinnerung. Was früher nur für Obdachlose oder Bedürftige gedacht war, hat sich in der Schweiz als beliebte Beisetzungsform durchgesetzt und das nicht nur, weil es eine kostengünstige Variante der Bestattung ist. Was der Garten der Erinnerung genau ist und ob es allenfalls auch eine Beisetzungsform für Sie selbst ist, erfahren Sie im nachfolgenden Artikel.

Wussten Sie, dass man mit einer Bestattungsvorsorge seine Bestattung planen und sicherstellen kann, dass seine Wünsche erfüllt werden, wenn der Zeitpunkt gekommen ist?

Inhaltsübersicht

Was ist ein Garten der Erinnerung?

Haben alle Schweizer Friedhöfe einen Garten der Erinnerung?

Wie viel kostet das Verstreuen der Asche in einem Garten der Erinnerung?

Warum ist der Garten der Erinnerung bei den Schweizern so populär?

Welche Urnenbeisetzungen gibt es sonst noch?

Fazit

Was ist ein Garten der Erinnerung?

Ein Garten der Erinnerung, oder auch Erinnerungsgarten genannt, ist ein festgelegter Bereich am Boden des Friedhofs, worauf man die Asche seiner Angehörigen verstreuen kann. Es ist gut möglich, dass man die Asche von mehreren Angehörigen auf das gleiche Feld verstreut, oder sich den Ort der letzten Ruhe mit anderen Menschen teilt.
Diese populäre Art der Beisetzung hat sich mittlerweile sogar für Haustiere bewährt. So gibt es in der Schweiz manche Friedhöfe, die sogar für Haustiere einen solchen bestimmten Bereich für die Ascheverstreuung zur Verfügung stellen.

Haben alle Schweizer Friedhöfe einen Garten der Erinnerung?

Es ist nicht garantiert, dass alle Friedhöfe in der Schweiz einen Erinnerungsgarten anbieten. Wenn Sie gerne Ihre eigene Asche zum gegebenen Zeitpunkt auf einen solchen Garten der Erinnerung verstreuen lassen möchten, empfehlen wir Ihnen, beim gewünschten Friedhof nachzufragen, ob ein solcher Garten vorhanden ist. Falls nicht, können Sie auch in den Nachbargemeinden anfragen. Beachten Sie hierbei, dass für die Beisetzung in einer anderen Gemeinde, als in der Sie wohnhaft sind, zusätzliche Kosten anfallen können.

Wie viel kostet das Verstreuen der Asche in einem Garten der Erinnerung?

Wenn der Verstorbene ein Einwohner der Gemeinde des entsprechenden Friedhofs war, werden keine Kosten erhoben. Falls es sich beim Verstorbenen um einen Einwohner einer anderen Gemeinde handelt, werden ungefähr CHF 100.- verlangt. Genauere Angaben erhalten Sie direkt beim entsprechenden Friedhof.

Warum ist der Garten der Erinnerung bei den Schweizern so populär?

Die Asche von fast der Hälfte der Personen, die kremiert werden, enden mittlerweile in einem Garten der Erinnerung. Diese Art der Beisetzung war früher vor allem für Obdachlose oder Bedürftige gedacht. Heute ist sie in der breiten Bevölkerung populär, weil der Garten von den Friedhofsmitarbeitenden gepflegt wird. Normalerweise ist es nämlich die Aufgabe der Familien, die Gräber oder Kolumbarien der Verstorbenen zu pflegen und mit Blumen, einer Skulptur oder Kerzen zu dekorieren. Der Garten der Erinnerung wird permanent instandgehalten. So wird die Familie entlastet und sie kann beruhigt sein, dass die letzte Ruhestätte würdevoll gepflegt wird.

Ein weiterer Vorteil dieser Art der Beisetzung ist, dass man einen einzigen Ort als den Ort der letzten Ruhe für mehrere Angehörige hat. So können Familienmitglieder oder Bekannte zum Beispiel an Allerheiligen einen einzigen Friedhof besuchen aber gleich mehreren Angehörigen gedenken.

Welche Urnenbeisetzungen gibt es sonst noch?

Der Garten der Erinnerung ist natürlich nur eine von mehreren Optionen für die Überreste nach einer Kremation. 

  • Beerdigung. Urnen können, genau wie Särge, in den Boden vergraben werden. Häufig gibt es einen speziellen Bereich für Urnengräber auf dem Friedhof, da diese aufgrund ihrer verhältnismässig kleinen Grösse näher aneinander begraben werden können. Es ist auch möglich, die Urne im eigenen Familiengarten zu beerdigen. Das geht allerdings nur dann, wenn das Grundstück auch Ihnen gehört.
  • Verstreuung in der Natur. Ebenfalls beliebt bei den Schweizern ist es, in der Natur verstreut zu werden. Hierbei sollte allerdings beachtet werden, dass man die Asche nicht in Fliessgewässer schüttet und auch nicht auf Privatgrundstücken verstreut.
  • Kolumbarium. Urnen können auch in einem Kolumbarium, einem Konstrukt bestehend aus vielen Urnennischen, beigesetzt werden. Es ist möglich, dass man eine Familiennische mietet, damit mehrere Urnen zusammen in eine Nische gestellt werden können. Kolumbarien sind nicht in jedem Friedhof verfügbar.
  • Aufbewahrung zuhause. Eine weitere Möglichkeit für die letzte Ruhe ist ein Platz im zuhause der Familienangehörigen. Es ist in der Schweiz durchaus erlaubt, die Urne nach der Kremation mit nachhause zu nehmen und sie dort zu behalten.

Fazit

Auch in künftigen Jahrzehnten wird sich das Bestattungswesen weiterentwickeln. Der Garten der Erinnerung wird angesichts der hohen Zahlen an Kremationen vermutlich weiterhin innerhalb der Schweizer Bevölkerung populär bleiben. Wenn auch Sie sich vorstellen können, Ihre letzte Ruhe auf einem Garten der Erinnerung zu finden, empfehlen wir Ihnen, frühzeitig beim Friedhof Ihrer Wahl abzuklären, ob es dort einen solchen Garten der Erinnerung gibt. 

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Geschrieben von Rédaction Everlife,

Veröffentlicht vor mehr als einem Monat

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