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Kann man einen Sarg selbst bauen?

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Kann man einen Sarg selbst bauen?

Der Sarg ist ein zentrales und unverzichtbares Element bei der Organisation von Bestattungen. Aber nicht nur der Sarg ist ein bedeutender Aufwand bei der Bestattung (ca. CHF 1'000.-), sondern auch die meisten Modelle, die auf dem Markt erhältlich sind, können sehr teuer sein. Da die Kremation in der Schweiz bei ca. 90% der Todesfälle gewählt wird, sind die meisten Särge dazu bestimmt, zu Asche zu werden. Daher stellt sich die Frage, ob es notwendig ist, ein Modell mit den raffiniertesten Oberflächen zu wählen. Unter diesem Gesichtspunkt versuchen innovative Unternehmen, einen Sarg aus neuen, kostengünstigeren, aber auch umweltfreundlichen Materialien herzustellen, wie z. B. Karton. Während in einigen europäischen Ländern der Pappsarg bereits weit verbreitet ist, bleibt er in der Schweiz eher gering, da er für bestehende Krematorien nicht geeignet ist.

Das Bestattungszubehör ist ein wichtiger Kostenfaktor bei der Organisation einer Bestattung. Diese Kosten können dank der Bestattungsvorsorge bereits zu Lebzeiten vorweggenommen werden.

Inhaltsübersicht
Einen personalisierten Sarg anfertigen lassen
Einen Sarg selbstbauen?
Das ultimative Design des personalisierten Sarges: das Sargregal

Einen personalisierten Sarg anfertigen lassen

Heutzutage wurden neue, originelle Holzsärge eingeführt, um den Tod zu entdramatisieren und gleichzeitig den Angehörigen zu helfen, die Trauer zu heilen. Es gibt folgende Modelle:

 

  • der Sarg mit einer landschaftsgestaltenden Oberfläche, z. B.: Wäldern, Bergen oder Strände
  • der Sarg mit einem Freizeitdekor, z. B.: Motorrad, Sport, Literatur, Kunst, Musik
  • der Sarg mit einer Dekoration von Tieren: Katzen, Hunde, Natur
  • der glitzernde Sarg oder der Sarg mit Blumenschmuck.

 

Jeden Tag blühen neue Modelle in den Katalogen der Bestattungsunternehmen, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden. Doch manchmal ist das nicht genug, und es kommt vor, dass jemand einen einzigen Sarg herstellen lassen möchte. Das Fehlen einschränkender Normen und der zunehmende Wunsch nach einer individuellen Bestattung lassen die Menschen nach Möglichkeiten suchen, bis zu ihrer Bestattung von einzigartigen, nach ihren Vorstellungen gestalteten Gegenständen zu profitieren. In der Schweiz ist es erlaubt, eine Urne selbst herzustellen, aber auch ein Sarg kann selbst hergestellt werden.

Einen Sarg selbstbauen?

Im Gegensatz zu den meisten angrenzenden Ländern schreibt die Schweiz keine Mindestdicke des Sarges vor. Er muss jedoch stark genug sein, um einen Körper ohne Bruchgefahr zu transportieren. Daher sollten vor der Herstellung eines Sarges die folgenden Parameter berücksichtigt werden:

 

  • In einem Sarg darf nur ein Verstorbener untergebracht werden, ausser in Sonderfällen.
  • Die maximalen Abmessungen betragen 85 x 70 x 210 cm bei einem Höchstgewicht von 50 kg.
  • Der Verstorbene muss bequem untergebracht werden können.
  • Aus hygienischen Gründen sollte der Sarg wasserdicht sein.
  • Der Sargdeckel muss aufgeschraubt werden können.
  • Für die Herstellung eines Sarges müssen Materialien verwendet werden, die keine schädlichen Stoffe wie Klebstoffe, Bindemittel oder Lösungsmittel enthalten.
  • Die vorhandenen Metallteile müssen für die Kremation entfernt werden können.

 

Unter Berücksichtigung dieser Normen ist es durchaus möglich, einen Sarg aus eigener Kraft oder mit Hilfe eines Schreiners herzustellen. Die Möglichkeiten der Personalisierung sind fast unbegrenzt, und selbstverständlich kann der Sarg nach Ihren Wünschen bemalt, lackiert und dekoriert werden, wobei jedoch darauf geachtet werden muss, dass nicht-toxische Komponenten verwendet werden. Die Herstellung eines Sarges beeinträchtigt die Leistungen des Bestattungsunternehmens grundsätzlich nicht, aber es ist zu beachten, dass das Bestattungsunternehmen einen Auftrag ohne Angabe von Gründen ablehnen kann. Bei der Rückführung eines Leichnams muss der Sarg andere Standards erfüllen.

Das ultimative Design des personalisierten Sarges: das Sargregal

Die Herstellung eines Sarges ist im Allgemeinen alles andere als umweltfreundlich. Massivholzmodelle erfordern das Abholzen von Wäldern und den Einsatz einer nicht unerheblichen Menge Wasser und Öl. Angesichts dieser Problematik wurde ein neues Konzept entwickelt, um jedem, der dies wünscht, einen personalisierbaren, langlebigen und vor allem längeren Sarg anzubieten als andere Modelle. Die Rede ist von einem Sargregal. Auch wenn die Herstellung eines solchen Sarges die Kriterien eines Krematoriums erfüllt, so ist er doch immer noch viel erschwinglicher als die meisten Modelle auf dem Markt. Darüber hinaus ist es ein altruistischer Ansatz.
 
Eine Person kann zu Lebzeiten das Sargregal benutzen, um Dinge wie Bücher, persönliche Gegenstände, Kleinigkeit, Weinflaschen zu lagern. Nach dem Tod werden die überflüssigen Bretter entfernt und der Rest des Regals dient als Sarg. Es ist mehr als ein originelles Konzept, es ist eine Möglichkeit, einen Sarg nach seinem Abbild zu bauen und ihn zu Lebzeiten zu Hause zu lagern. Die Entscheidung für ein Sargregal lässt die Qual der Wahl in Bezug auf die Oberflächen. Das Regal kann von der Familie bemalt, dekoriert und mit Zubehör versieht werden, um den Tod im Rahmen des Anstandes zu entdramatisieren. In der Schweiz wird das Konzept von «My Last Home» vorangetrieben, das auf seiner Website eine Reihe von Ressourcen zur Herstellung eines solchen Sarges anbietet. Sie finden dort Schablonen, Modelle und Ideen, um sich inspirieren zu lassen. Die Plattform führt auch ein Verzeichnis von Schreinern, deren Vorlagen von ihrem Kanton genehmigt wurden und die daher einen solchen Sarg herstellen können.

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Geschrieben von Rédaction Everlife,

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